Konkretisierung zum Kontrollumfang für AIF-Verwahrstellen durch ESMA

Mit der Veröffentlichung der letzten Aktualisierung der ESMA Fragen und Antworten zur AIFMD-Implementierung am Montag muss der Entwurf zum Verwahrstellenrundschreiben der BaFin ein weiteres Mal dahingehend überprüft werden, ob die Auslegungen auf Europäischer Ebene denen der deutschen Aufsicht entsprechen. Die gute Nachricht: Auf den ersten Blick ergibt sich soweit ein stimmiges Bild. Zum Thema Cash Flow Monitoring wird von der ESMA klargestellt, dass sich die Überwachungspflicht durch die Depotbank nur auf Konten bezieht, die von ihr im Namen des Fonds oder vom AIF / AIFM selbst auf dessen Namen eröffnet werden. Im Entwurf zum Verwahrstellenrundschreiben steht „…zum AIF gehörende Geldkonten…“ und meint damit vermutlich das gleiche. Hierunter fallen beispielsweise nicht Konten von Zielunternehmen, in die ein PE-Fonds investiert. „Konkretisierung zum Kontrollumfang für AIF-Verwahrstellen durch ESMA“ weiterlesen

CSSF veröffentlicht Verwahrstellenrundschreiben im Vorgriff auf UCITS V

Die Luxemburger Aufsicht CSSF hat Standards formuliert, die UCITS-Verwahrstellen bei der Definition ihrer Kontrollverfahren zu beachten haben. Damit wird einer Umsetzung geplanter Änderungen der UCITS Richtlinie in nationales Recht vorgegriffen. Das letzte Woche veröffentlichte Circular umfasst knapp 60 Seiten und ist momentan nur in Französischer Sprache verfügbar. Sowohl der Umfang des Schreibens als auch die Frist zur Implementierung von notwendigen Anpassungen durch die Verwahrstellen der in Luxemburg domizilierten UCITS – es wird der 31.12.2015 genannt – deuten darauf hin, dass auf Aufsichtsbehörden immer mehr gesetzgebende Elemente abgewälzt werden (müssen). „CSSF veröffentlicht Verwahrstellenrundschreiben im Vorgriff auf UCITS V“ weiterlesen

InvStG, ELTIFs und Risikoüberwachung führen zu Großbaustellen bei Anlagegrenzprüfung

Für viele KVGen war die letzte Anpassung der Systeme an die neue Derivate Verordnung mit großem Aufwand verbunden. Mehrere mögliche Verfahren beim qualifizierten Ansatz mussten analysiert und die Anrechnung auf Emittentengrenzen mit dem einfachen Ansatz umgesetzt werden. Auf Verwahrstellen könnte mit dem neuen Verwahrstellenrundschreiben diese Aufwandswelle ebenfalls zurollen, wenn sie verpflichtet werden sollten, die Auslastungen bezüglich Marktrisiken und Hebel ebenfalls zu berechnen. „InvStG, ELTIFs und Risikoüberwachung führen zu Großbaustellen bei Anlagegrenzprüfung“ weiterlesen

Verwahrstellenrundschreiben: neue Version für BaFin Arbeitskreis

Als Grundlage zur nächsten Arbeitskreissitzung bei der BaFin Mitte dieses Monats wurde den Verbänden eine Fassung des aktuellen Standes der Abstimmungen zugeleitet. Umfang sowie Aus- und Nebenwirkungen des Schreibens erfordern neben der Analyse auf Klarheit und Eindeutigkeit insbesondere ein  Projizieren der beschriebenen Auslegungen und Anforderungen auf die Möglichkeiten organisatorischer und technischer Umsetzung. Die Frist für Stellungnahmen lässt dafür nicht viel Zeit. Folgend eine Kurzanalyse zu ausgewählten Themen, die im Entwurf gegenüber der zu ersetzenden Fassung des „Depotbankrundschreibens“ inhaltlich neu oder geändert sind: „Verwahrstellenrundschreiben: neue Version für BaFin Arbeitskreis“ weiterlesen

BaFin-Verwahrstellenrundschreiben: erste Abstimmungen zur Anpassung an KAGB

Der Bundesfinanzminister hat beim Neujahrsempfang der Deutschen Börse die Finanzbranche aufgefordert, ihre Kompetenzen und Energie nicht auf die Abwehr von Regulierung zu verwenden sondern für bessere Regulierung. In diesem Sinne fanden bereits Ende letzten Jahres die ersten Gespräche zwischen der Aufsicht und Vertretern von Verwahrstellen und Kapitalverwaltungsgesellschaften zu Anpassungen im „Depotbankrundschreiben“ statt. „BaFin-Verwahrstellenrundschreiben: erste Abstimmungen zur Anpassung an KAGB“ weiterlesen

Luxemburg: Guidelines zu Kontrollpflichten von AIF-Verwahrstellen

Der Bankenverband „ABBL“ und die Interessenvertretung der Fondsindustrie in Luxemburg „Alfi“ haben gemeinsam Richtlinien entwickelt, die eine Implementierung der Kontrollprozesse bei der Verwahrstelle unterstützen sollen. Dabei werden alle Überwachungspflichten, die sich aus der AIFM-Richtlinie sowie entsprechender Level II Verordnung ergeben, erläutert und mögliche Umsetzungsalternativen beschrieben. „Luxemburg: Guidelines zu Kontrollpflichten von AIF-Verwahrstellen“ weiterlesen

Gebühren und Kosten in Fonds: Bestandsschutz fällt 2013

„Banker füllen sich wieder ihre Taschen: Millionen-Boni ausgeschüttet!“ „Investmentbank verzockt 3 Milliarden“… Es sind momentan keine guten Zeiten, Anlegern die Gebühren- und Kosten von Fonds zu erläutern. Sachliche Argumente und Darstellungen der Vorteile des Fondssparens werden durch reale Entwicklungen relativiert und immer mehr Kunden sehen den Nutzen eher beim Verkäufer als bei sich selbst. Zudem verschlingen die Gebühren und Kosten der Produkte nicht selten einen großen Teil, oder gar alles, der mühevoll erwirtschafteten Rendite. Der Fondsvertrieb bekommt dies zu spüren und die Nettomittelabflüsse bei aktiv gemanagten Publikumsfonds sprechen eine eindeutige Sprache. Mit Vorbehalten gegenüber den erbrachten Leistungen und einer angemessenen Vergütung dafür, wird die Branche sicher noch lange Zeit leben müssen, nicht zuletzt verstärkt durch die Krise der  offenen Immobilienfonds.

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Aktive Grenzverletzungen in Fonds: Wie Erkennen und Behandeln als Depotbank?

(Armin Jacobi, Averroes Concept Lounge) Die Depotbanken als Kontrolleure der rechtmäßigen Verwaltung der Fonds müssen erkennen, dass eine Grenzverletzung vorliegt. Sie stehen auch, entsprechend den Vorschriften des Depotbankrundschreibens, vor der täglichen Aufgabe, zwischen aktiven und passiven Verletzungen zu  differenzieren, diese mit dem Fondsverwalter zu verifizieren und zu kommentieren sowie ggf. Handlungen für den Fondsverwalter abzuleiten.

Dabei stellen sich im Prüfalltag folgende Fragen:

  1. Was ist eine aktive was ist passive Verletzung?
  2. Wie unterscheidet man diese zwei Verletzungsarten bei gegebenen Daten?
  3. Welche Handlungen müssen erfolgen? „Aktive Grenzverletzungen in Fonds: Wie Erkennen und Behandeln als Depotbank?“ weiterlesen

BaFin Rundschreiben: Anlagegrenzprüfung in der Praxis

(Christoph Scherer, fundlounge) Seit dem ersten Entwurf des  Depotbankrundschreibens (BaFin Rundschreiben WA 06/2010) vor 2 Jahren wurden durch die Konkretisierungen der zulässigen Verfahren im Rahmen der Grenzprüfung umfassende und nachhaltige Änderungen der Kontroll- und Abstimmprozesse zwischen KAG und Depotbank ausgelöst. Trotz erheblicher  Auslegungs- und Interpretationsspielräume, die einer effektiven Umsetzungsplanung oft im Wege standen, wurde deutlich, dass die Aufsicht den Blick der Depotbank als „zweites Paar Augen“ auf die vollständige und richtige Prüfung aller relevanten Restriktionen, die die einzelnen Sondervermögen und Segmente betreffen, deutlich schärfen will. „BaFin Rundschreiben: Anlagegrenzprüfung in der Praxis“ weiterlesen

BaFin: Risikomessung nach einfachem Ansatz durch die Depotbank

Die Bundesanstalt hat in einem Schreiben vom 02.11.2011 an die Verbände mitteilen lassen, dass  Depotbanken die Risikomessung nach dem sogenannten „einfachen Ansatz“ für Fonds zu überprüfen hat. Für die Überprüfung nach dem einfachen Ansatz könne die Depotbank die Deltas, die ihr von der Kapitalanlagegesellschaft nach § 17 Abs. 2 DerivateV mitgeteilt wurden und die sie einer vorherigen Plausibilitätsprüfung unterzogen hat, verwenden.

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