Darlehensvergabe durch Fonds und andere Änderungen im KAGB – Übersicht in Deutsch und Englisch

Hier finden Sie einen informativen, zweisprachigen Überblick der Kanzlei Pöllath&Partners: „In Fortsetzung der neuen Verwaltungspraxis der BaFin vom Mai 2015, hat nun auch der Gesetzgeber klargestellt, dass Darlehensvergabe als Bestandteil der kollektiven Vermögensverwaltung anzusehen ist, und deren Zulässigkeit nun abschließend im KAGB geregelt (§ 20 Abs. 9 KAGB n.F.). Soweit das KAGB vorgeht, ist also die Frage nach der Erlaubnispflicht gemäß dem KWG nicht länger relevant. Allerdings profitieren nicht alle Fondstypen von dieser neuen Erlaubnisfreiheit. Im Einzelnen gilt folgendes…160222-ci-new-legal-regime-lending-funds

Marktrisikoprüfung: Gestaltungsmöglichkeiten jetzt sinnvoll nutzen

Nun ist es einige Wochen her, seit die Bundesanstalt ihre Rechtsauffassung zu den Aufgaben und Pflichten der Verwahrstelle veröffentlicht hat. Wesentliche Inhalte waren bereits aus der Konsultation bekannt. Dennoch scheint erst jetzt der „Startschuss“ gefallen und zahlreiche Marktteilnehmer haben begonnen, sich mit notwendigen Interpretationen und Spiegelung auf die eigenen Prozesse zu beschäftigen. „Marktrisikoprüfung: Gestaltungsmöglichkeiten jetzt sinnvoll nutzen“ weiterlesen

BaFin veröffentlicht neues Verwahrstellenrundschreiben – Umsetzung bis April 2016!

Gestern hat die Aufsicht die finale Version des neuen Verwahrstellenrundschreibens auf Ihrer Webseite veröffentlicht. Wie bereits absehbar, wird noch an einigen (wichtigen!) Stellen auf die anstehende OGAW V Durchführungsverordnung und die ESMA-Konsultation zur Trennung der Vermögensgegenstände verwiesen. Bemerkenswert sind vor allem jene inhaltlichen Erweiterungen von Prüf- und Kotrollumfang gegenüber dem Depotbankrundschreiben, denen eigentlich keine Änderung in Gesetzen oder Verordnungen zugrunde liegen. Als Beispiel sei hier die Überwachung des Marktrisikopotentials für Verwaltungseinheiten, die nach qualifiziertem Ansatz durch die KVG geprüft werden, genannt (Diskussion siehe: http://www.fundlounge.com/question/welche-uberwachungsfunktion-hat-die-verwahrstelle-hinsichtlich-der-200-marktrisikogrenze-des-%c2%a7197-kagb-bei-aifs/)

Dieses Thema wird, neben vielen anderen, im Expertenzirkel der //fundlounge diskutiert. Nutzen Sie die Möglichkeit des moderierten Austausches. Denn viel Zeit ist nicht: Umsetzungstermin ist der 04. April 2016!

Hier finden Sie den Text des Verwahrstellenrundschreibens mit markierten Änderungen im Vergleich zum letzten Stand der letzten Version. Verwahrstellenrundschreiben_Änderungen_veröffentlicht

Regierungsentwurf des KAGB liegt vor

Letzte Woche wurde der Regierungsentwurf des KAGB (OGAW V – Umsetzungsgesetz) veröffentlicht. Im Vergleich zum Referentenentwurf fällt insbesondere die Streichung der 50% Grenze für unverbriefte Darlehensforderungen in offenen Spezial AIF auf. Während im letzten Entwurf noch mit den Gefahren für die Finanzmarktstabilität, die durch „run“ und „fire sale“ in Verbindung mit illiquiden Assets, wie es diese Darlehensforderungen zweifelsfrei sind, für eine Begrenzung argumentiert wurde, ist diese Grenze nach § 284 Absatz 2 Nummer 5 nun weggefallen. „Regierungsentwurf des KAGB liegt vor“ weiterlesen

OTC-Kontrahentenrisiko: Anpassung von UCITS-Vorgaben bei zentralem Clearing

Die ESMA hat vergangene Woche das Feedback zu ihren Diskussionspapier bezüglich der Auswirkungen von neuen Clearingpflichten bei OTC-Derivaten veröffentlicht und im Rahmen eines Opinion-Statements an die EU übergeben (2015/ESMA/880). Diese ist nun gefordert, die Änderungen, die die Umsetzung von EMIR im Derivatehandel mit sich bringt, in der Überarbeitung der UCITS Richtlinie entsprechend zu berücksichtigen. Wie zu erwarten war, betrifft dies die Anrechnung von OTC-Derivaten auf die Kontrahentengrenze eines UCITS (OGAW). „OTC-Kontrahentenrisiko: Anpassung von UCITS-Vorgaben bei zentralem Clearing“ weiterlesen

IWF: Risiken für die Finanzstabilität durch Investmentfonds – Forderung regulatorischer Maßnahmen

Kaum eine andere Zeit als die letzten 3 Jahre haben der Fondsindustrie in Europa solch durchgreifende Änderungen beschert. Gesetzgeber und öffentliche Institutionen, allen voran die europäische Wertpapieraufsicht, übergeben den Staffelstab beim grenzüberschreitenden Wettlauf um maximalen Anlegerschutz und Transparenz. Kein Produkt zur kollektiven Geldanlage soll als grauer Fleck im regulierten Kapitalmarkt mehr übrig bleiben. Zum Ende des ersten Quartals in diesem Jahr schauen trotzdem viele Marktteilnehmer für ihr Fondsgeschäft wieder optimistischer in die Zukunft. Zumindest sehen sie Licht im Tunnel durch das Dickicht von Gesetzen, Verordnungen und Verlautbarungen. Doch Vorsicht ist geboten – es könnten auch die Lichter eines entgegenkommenden Zuges sein! „IWF: Risiken für die Finanzstabilität durch Investmentfonds – Forderung regulatorischer Maßnahmen“ weiterlesen

BaFin-Konsultation: Anpassung der Derivate Verordnung

Die BaFin hat gestern eine Änderung der Derivate Verordnung zur Konsultation (Frist für Rückmeldungen: 05.12.2014!) veröffentlicht. Im wesentlichen handelt es sich dabei um eine notwendige Anpassung an die Änderung der esma Leitlinien zu börsengehandelten Indexfonds und anderen OGAW-Themen von August diesen Jahres (ESMA/2012/832). Dort sind u.a. von der aktuellen Derivate Verordnung abweichende Anforderungen an die Diversifizierung von Sicherheiten, die ein Investmentvermögen von Kontrahenten erhält, definiert. „BaFin-Konsultation: Anpassung der Derivate Verordnung“ weiterlesen

Ergänzende Regelungen zur Anrechnung von Sicherheiten in OGAW

Anfang August hat die esma eine aktualisierte Version ihrer Leitlinien zu börsengehandelten Indexfonds (Exchange-Traded Funds, ETF) und anderen OGAW-Themen veröffentlicht. Darin  finden sich u.a. auch Vorgaben zur Anrechnung von Sicherheiten aus OTC-Geschäften, die in Ergänzung zu den CESR/10-788-Vorgaben zur Berechnung des Kontrahentenrisikos relevant sind. „Ergänzende Regelungen zur Anrechnung von Sicherheiten in OGAW“ weiterlesen

ESMA will Klarheit bei Berücksichtigung von Kontrahentenrisiken in UCITS schaffen

Die Europäische Wertpapieraufsicht ESMA hat am Dienstag ein Diskussionspapier veröffentlicht, in dem Fragen zur Auswirkung von OTC-Geschäften in UCITS, die entsprechend der EMIR-Vorgaben nun über CCPs abgewickelt werden, auf die Berechnung des Kontrahentenrisikos gestellt werden. Intention ist es, die Ergebnisse als Vorschläge für eine Anpassung der UCITS Directive an die Kommission zu übermitteln. Die beschriebenen Sachverhalte unterscheiden zum einen mögliche Clearing-Vereinbarungen und die damit verbundenen Szenarien eines Ausfalls des Clearing Members. Zum anderen werden Parallelen zu ETDs gezogen und zur Diskussion gestellt, ob über Non-EU-CCPs (diese fallen nicht in die Anwendung der EMIR-Richtlinie) abgewickelte OTC Geschäfte analog zu bilateral besicherten OTCs behandelt werden sollen. „ESMA will Klarheit bei Berücksichtigung von Kontrahentenrisiken in UCITS schaffen“ weiterlesen

InvStG, ELTIFs und Risikoüberwachung führen zu Großbaustellen bei Anlagegrenzprüfung

Für viele KVGen war die letzte Anpassung der Systeme an die neue Derivate Verordnung mit großem Aufwand verbunden. Mehrere mögliche Verfahren beim qualifizierten Ansatz mussten analysiert und die Anrechnung auf Emittentengrenzen mit dem einfachen Ansatz umgesetzt werden. Auf Verwahrstellen könnte mit dem neuen Verwahrstellenrundschreiben diese Aufwandswelle ebenfalls zurollen, wenn sie verpflichtet werden sollten, die Auslastungen bezüglich Marktrisiken und Hebel ebenfalls zu berechnen. „InvStG, ELTIFs und Risikoüberwachung führen zu Großbaustellen bei Anlagegrenzprüfung“ weiterlesen