BaFin: Risikomessung nach einfachem Ansatz durch die Depotbank

Die Bundesanstalt hat in einem Schreiben vom 02.11.2011 an die Verbände mitteilen lassen, dass  Depotbanken die Risikomessung nach dem sogenannten „einfachen Ansatz“ für Fonds zu überprüfen hat. Für die Überprüfung nach dem einfachen Ansatz könne die Depotbank die Deltas, die ihr von der Kapitalanlagegesellschaft nach § 17 Abs. 2 DerivateV mitgeteilt wurden und die sie einer vorherigen Plausibilitätsprüfung unterzogen hat, verwenden.

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Feedback zur AntAnlVerlV

Seit kurzem sind die Stellungnahmen (ZKA, BVI, Verband der Auslandsbanken) zur AntAnlVerlV (Anteilwertfehler- und Anlagegrenzverletzungsverordnung) auf der Internetseite der BaFin veröffentlicht.

„Die Anteilwertfehler- und Anlagegrenzverletzungsverordnung dient der Konkretisierung des Entschädigungsverfahrens, das die Kapitalanlagegesellschaft im Falle einer fehlerhaften Berechnung von Anteilwerten sowie im Falle einer Verletzung von Anlagegrenzen vorzusehen hat. Die Ermächtigung zum Erlass der Rechtsverordnung wird durch das OGAW-IV-Umsetzungsgesetz in § 28 Absatz 3 des Investmentgesetzes eingefügt“ (Quelle: www.bafin.com).

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Regulierung 2011: Erfahrung aus Projekten

Gespart werden muss heutzutage überall. Keine Zeitungsseite kommt mehr ohne „Sparzwang“, Ausgabendisziplin“, „Haushaltskonsolidierung“ oder „Defizitrückführung“ aus. Mit Superlativen wird hingegen so großzügig wie selten umgegangen, insbesondere dann, wenn in der Fondsbranche über die Veränderungen regulatorischer Rahmenbedingungen gesprochen wird. Hier beschreibt Überregulierung“, „Superregulation“ oder gar „Hyperregulation“ den Umstand, dass Gesetzgeber auf Europäischer und nationaler Ebene seit Ende 2008 zahlreiche (man spricht von ca. 30!) Änderungen und Neuerungen „emittierten“, die Mitte dieses Jahres „fällig“ wurden und von denen nicht wenige wie Sand im  Getriebe der Prozessabläufe wirken.

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AntAnlVerlV: Regelung zu Schadensfällen in Fonds

Die Aufsichtsbehörde BaFin hat am 03.05.2011 einen Entwurf zur Regelung von Schäden in Fonds veröffentlicht, die sich aus fehlerhaften Anteilspreisberechnungen oder Verstößen gegen gesetzliche bzw. vertragliche Anlagegrenzen ergeben können. Es sind hier zwar Grenzen zur Wesentlichkeit der Differenzen definiert, dennoch sind im Falle von Verletzungen von Grenzen oder Abweichungen im Anteilspreis Simulationen und Berechnungen durchzuführen, um tatsächlichen und hypothetischen Anteilwert ermitteln zu können. Zur Umsetzung der Vorgaben ist also zumindest bei der preisermittelnden Stelle mit organisatorischem Mehraufwand zu rechnen. Die Gestaltung von Prüfprozessen sowie Umfang, Zeitpunkt und Dokumentation der Kontrollen haben diesen neuen Anforderungen Rechnung zu tragen. Ohne ausreichende Transparenz von Bewertungslogik und Prüfroutinen, die in oft komplexen IT-Strukturen hinterlegt und in vielen Jahren gewachsen sind, schlummern finanzielle Risiken für KAGen und Depotbanken, die aus den nun konkretisierten Entschädigungen für das Sondervermögen resultieren. „AntAnlVerlV: Regelung zu Schadensfällen in Fonds“ weiterlesen

Depotbankrundschreiben wirft Fragen auf

Liest man Fachartikel, Präsentationen und „Gap-Analysen“ zum Thema Depotbankrundschreiben, kann man den Eindruck gewinnen, die BaFin hätte das Investmentgesetz kurzerhand geändert. Selbst das eigentlich nah an Fakten berichtende Handelsblatt spricht von „massiver“ Erhöhung der Anforderungen an Banken und von „Verschärfung“ der Anlagegrenzprüfung.

Liest man Fachartikel, Präsentationen und „Gap-Analysen“ zum Thema Depotbankrundschreiben, kann man den Eindruck gewinnen, die BaFin hätte das Investmentgesetz kurzerhand geändert. Selbst das eigentlich nah an Fakten berichtende Handelsblatt spricht von „massiver“ Erhöhung der Anforderungen an Banken und von „Verschärfung“ der Anlagegrenzprüfung. Die eigentliche Intention der Aufsicht, nämlich die bestehenden gesetzlichen Vorgaben zu konkretisieren, rückt in den Hintergrund.

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Pacta sunt servanda: Der Fondsvertrag!

(Von Armin Jacobi, Averroes Concept Lounge GmbH): Jeder Fonds besitzt einen Vertrag als Grundlage allen Wirkens des Auftragnehmers (KAG, Depotbank und ggf. Advisor). Dies ist eine Treuhandaufgabenbeschreibung im vorgegebenen gesetzlichen Rahmen (EU; D). An der Vertragsgestaltung sind viele Mitwirkende etwa Principal, Geschäftsführung, Kundenbetreuer, Portfoliomanager, Rechtsabteilungen, Compliance, Wirtschaftsprüfer, Aufsichtsämter und weitere, je nach Konstellation, beteiligt.

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Totgesagte leben länger: Fondsstandort Deutschland

Noch kein Jahr ist es her, da wurde das Bild der Zukunft für den Fondsstandort Deutschland auch deshalb düster gezeichnet, weil einschlägige regulatorische Auflagen eine effiziente, flexible und innovative Fondsproduktion verhinderten. Kaum einer hatte Zweifel daran ausgesprochen, dass der Luxus der „Vier Augen“ bei Verwahrung und Verwaltung von Sondervermögen nicht mehr lange zu halten ist. Neidisch blickten wir unseren Fonds hinterher, die sich eine Domizilierung in Luxemburg oder Irland suchten, wo sich Kontrollen durch die Depotbank auf ein Minimum beschränken und waren uns letztendlich einig darüber, dass sich eine Europäische Vereinheitlichung an diesen liberalen Auslegungen zu orientieren habe. „Totgesagte leben länger: Fondsstandort Deutschland“ weiterlesen

Abstimmung zwischen KAG und Depotbank bei der Prüfung der Anlagegrenzen

In den vergangenen, turbulenten Wochen wurde bezüglich der viel gescholtenen „Deutschen“ Rolle der Depotbank eines klar: Bei der Beurteilung und Bewertung komplexer Produkte in Sondervermögen schadet ein zweites Paar Augen nicht.

In den vergangenen, turbulenten Wochen wurde bezüglich der viel gescholtenen „Deutschen“ Rolle der Depotbank eines klar: Bei der Beurteilung und Bewertung komplexer Produkte in Sondervermögen schadet ein zweites Paar Augen nicht.
Die Argumente der Befürworter strenger Aufsichtsregeln fallen derzeit auf fruchtbaren Boden und die Vermarktung des „OGAW-Produktes“ nimmt bisher nicht gekannte Formen an: In Werbeanzeigen zu einem sehr erfolgreichen EONIA-Fonds wird explizit mit Ausstellergrenzen gem. §60 InvG geworben. So werden sich auch die Abteilungen der Depotbanken auf eine Rolle als Kontrollinstanz einstellen müssen, die sich am Nutzen für das Gesamtprodukt orientiert.

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WestLB versteht sich als Service Anbieter für Grenzprüfung

(von Dirk Hanenberg, WestLB): In zahlreichen Gremien und Arbeitskreisen wird derzeit intensiv über die Auslegung des § 27 Abs. 5 diskutiert und Empfehlungen zur Umsetzung in der Praxis erarbeitet. Solche Konsensfindungen sind umso schwerer je heterogener das Geschäftsfeld der einzelnen Depotbanken sowohl operativ als auch strategisch von den Vertretern gesehen wird. Insbesondere die Institute, die infrastrukturell momentan Defizite haben, um eine unabhängige Prüfung der Anlagegrenzen gewährleisten zu können, sehen sich in einer solchen Gemeinschaft gestärkt und setzen ihre Anforderungen in den Positionspapieren durch.

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Spezialfonds als ausgelagertes Risikocontrolling: Segen und Fluch

Mit der Reform des Investmentrechtes schwappen immer mehr Anlagen über „Sonstige Sondervermögen“ in die Fertigungsstraßen der Administratoren. Unverbriefte Darlehensforderungen, Beteiligungen, Hedgefonds und Immobilien führen einerseits zu mehr Volumen und damit Erträgen. Auf der anderen Seite müssen Infrastruktur und Qualifikation ständig ausgebaut werden, damit die „Bänder“ mit gleicher Geschwindigkeit weiter drehen.

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