Übernahme und Integration einer KVG

„Wie würden Sie die Fonds migrieren? Unterjährig oder zum Geschäftsjahresende?“ „Welche Änderungen bei einer technischen Migration wären anzeige- und welche genehmigungspflichtig?“ „Welche Fristen müssen hier berücksichtigt werden?“ „Wann und wie müssen Anleger informiert werden?“ …

Vorstand beauftragt Projekt zur Neustrukturierung

Die Fragen, die uns bei der ersten Pitch-Präsentation zu „Integration einer KVG“ von der Projektleitung gestellt wurden, kratzten wahrlich nicht nur an der Oberfläche. Dieser Auftraggeber will keine Einarbeitung sondern Lösungen. Sofort war klar, dass Antworten im gängigen Beraterjargon mit Inhaltsleeren Worthülsen uns direkt zur Tür des riesigen Präsentationsraumes in der Vorstandsetage führen würden. Allerdings zuckten wir ganz kurz, den Raum eben durch diese Tür zu verlassen, als die Projektorganisation vorgestellt wurde: Vom Vorstand beauftragt waren Gesamtprojektleitung, Lenkungsausschuss, Sounding Board und PMO, 8 Teilprojekte mit insgesamt  23 Arbeitspakten über alle Bereiche der Bank waren vorgesehen.

Beim schnellen Zählen der internen Führungskräfte, die im Chart auftauchten, hörte ich bei 60 auf und dachte: Da liegt ein Missverständnis vor. Entweder das Kästchen mit einer der großen Beratungsfirmen ist ausgeblendet und man sucht jemanden zur punktuellen Unterstützung, oder es wird von uns erwartet, ein Team von mindestens 10 Beratern zu stellen. Die Diskussion der Themen tauchte jedoch so schnell ab in alle Facetten und Tiefen der Planung und Umsetzung technischer und juristischer Migrationen, fachlicher Integration, Termine und Ergebnisobjekte, dass Gedanken zur Darstellbarkeit auf Anbieterseite keinen Raum fanden. Wenige Tage später war der Vertrag unterschrieben und von da an galt: Head down and deliver!

Nutzung von Synergien und Bündelung von Kompetenzen

Jetzt, knapp zwei Jahre später, hat das Projekt die letzten Fondsüberträge begleitet und die Anpassungen der Organisation und Prozesse in die Linie übergeben. Rückblickend stellt die Projektleitung fest, dass dies kein Spaziergang war. Es liegen intensive Monate des austarieren verschiedenster Interessen hinter uns. Am Ende der Umstrukturierung profitiert der Kunde jedoch massiv durch die Bündelung von Kompetenzen und Nutzung von Synergien. Das Projekt forderte pragmatische, schnell umsetzbare Lösungen für rechtliche, fachliche und technische Aufgaben, die wiederum durch eine sehr hohe gegenseitige Abhängigkeit geprägt waren. Mit tiefgehender, fachlicher Kompetenz, effizientem Vorgehen und hohem Engagement konnten wir die überdurchschnittlichen Erwartungen des Kunden mehr als erfüllen. Das Projekt wurde erfolgreich in Zeit und Budget abgeschlossen.