10 Jahre //fundlounge – 10 Jahre online-Expertise und Beratung für die Fondsindustrie

Entscheidungen sind immer auch Entscheidungen unter Unsicherheit. Soweit keine neue Erkenntnis. Je mehr Informationen (potentiell) zur Verfügung stehen, desto größer wird diese Unsicherheit. Und dass dieser schier unendliche Suchraum zum Desaster werden kann, wenn fortschreitende Zeit den Nutzen des Entscheidungsergebnisses kontinuierlich abschmelzen lässt, muss ebenfalls ins Kalkül gezogen werden.

Insbesondere Entscheidungen zu Auslegung und Umsetzung regulatorischer Anforderungen stellt die gesamte Fondsindustrie vor große Herausforderungen. Das Dickicht ineinandergreifender Gesetze, Verordnungen und Verlautbarungen auf der nationalen und internationalen Ebene lässt sich nur mit viel Aufwand durchdringen. Alleine die Deka hat im vergangenen Jahr für solche Projekte mehr als 100 Millionen EUR aufwenden müssen.

Plattform für Branchenexpertise ist als Institution etabliert

Als //fundlounge vor 10 Jahren online ging, konnten die Experten und Initiatoren ihre Erfahrungen in fachlicher und technischer Implementierung einschlägiger Finanzmarktregularien aus über einem Jahrzehnt einbringen. Die Mission: Teilen und profitieren. Mit der Möglichkeit, sich einfach, schnell und anonym als registrierte Experten über Auslegung und sachgerechte Umsetzung neuer Regularien auszutauschen und Erfahrungen zu teilen, soll der Suchraum eingrenzt und Entscheidungen sicherer gemacht werden. Die //fundlounge-Plattform wurde schnell eine Institution mit mehr als 6000 Benutzern im In- und Ausland.

Regulatorische Anforderungen und Kostendruck führen zu Umstrukturierungen in der Fondsbranche – und zu Projektaufträgen für die //fundlounge GmbH

Am Ziel der Entscheidungssicherheit und Schnelligkeit orientiert sich auch unsere Arbeit in Projekten. Und der Erfolg spricht sich herum. Die //fundlounge GmbH wurde in den vergangenen 4 Jahren für zwei bedeutende Übernahme- und Integrationsprojekte mandatiert. Als Projektleitung und Projekt Management Office entwickeln wir entscheidungsreife Lösungen, berichten an Vorstand und Lenkungsausschuss, organisieren die Projektstruktur mit Teilprojekten, koordinieren alle beteiligten Bereiche und beraten bei fachlichen Fragestellungen.

Luxemburg: Guidelines zu Kontrollpflichten von AIF-Verwahrstellen

Der Bankenverband „ABBL“ und die Interessenvertretung der Fondsindustrie in Luxemburg „Alfi“ haben gemeinsam Richtlinien entwickelt, die eine Implementierung der Kontrollprozesse bei der Verwahrstelle unterstützen sollen. Dabei werden alle Überwachungspflichten, die sich aus der AIFM-Richtlinie sowie entsprechender Level II Verordnung ergeben, erläutert und mögliche Umsetzungsalternativen beschrieben. „Luxemburg: Guidelines zu Kontrollpflichten von AIF-Verwahrstellen“ weiterlesen

Die Schweiz gewinnt Zeit bei der Umsetzung von AIFMD

Nachdem Liechtenstein mit der Umsetzung EU-relevanter regulatorischer Vorgaben für die Fondsindustrie im Eiltempo den Eidgenössischen Nachbarn abhängte, war die Schweiz gefordert, ihren Standort für Produkte zu sichern, deren Verwaltung und Vertrieb von Firmen erbracht werden, die ab Mitte 2013 von den EU-Regelungen über alternative Investments erfasst sind. Für eine nationale Umsetzung des komplexen Regelwerkes der AIFMD erschien die Frist zu knapp, weshalb man sich nun auf eine Kooperation der Aufsichtsbehörden im Form eines „Memorandum of Understanding“ einigte. „Die Schweiz gewinnt Zeit bei der Umsetzung von AIFMD“ weiterlesen

UCITS V: Vorschlag der EU-Kommission zur Haftung von Depotbanken

Am 03. Juli hat die Kommission einen Vorschlag zur Änderung der Richtlinie 2009/65/EWG des Rates zur Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften betreffend bestimmte Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) im Hinblick auf die Aufgaben und Haftung der Verwahrstelle veröffentlicht (UCITS V). Wie zu erwarten war, sind die wichtigsten Ziele eine Vereinheitlichung der Aufgaben und des Haftungsregims für OGAW-Verwahrstellen. „UCITS V: Vorschlag der EU-Kommission zur Haftung von Depotbanken“ weiterlesen

ESMA Konsultation: ETFs vor neuer Regulierung

Nach Veröffentlichung des Feedbacks zum ESMA-Diskussionspapier über weitere Regulierungen von ETFs im September letzten Jahres (siehe unseren Beitrag vom 26.09.2011), hat die Europäische Wertpapieraufsicht Anfang des Jahres die Marktteilnehmer zu Stellungnahmen bezüglich eines entsprechenden Konsultationspapiers (ESMA/2012/44) aufgerufen. Wie erwartet, geht es um die wesentlichen Aspekte bei der Definition und Abbildung von Indices durch ETFs (Kennzeichnung, Eignung von Indices, Berechnung der Replikation…) aber auch darüber hinaus gehende Vorgaben zum Einsatz von Total Return Swaps in Nicht-ETFs werden darin skizziert.

Sollten die im Konsultationspapier beschriebenen detaillierten Anforderungen zu Prospektangaben, Kontrahenten oder Anforderungen an Sicherheiten zur Umsetzung kommen, wird die Branche (erneut) kostenintensive Anpassungen hinnehmen müssen. Und das in einem ohnehin margenengen Produktbereich, in dem die Wirtschaftlichkeit ein hohes Maß an Standardisierung und Automatisierung verlangt. Hinzu kommt die Herausforderung einer kundenorientierten Darstellung der jetzt notwendigen Änderungen. Letztendlich müssen ein angemessenes Grandfathering und möglichst differenzierte Regelungen präzise auf die unterschiedlichen, risikotragenden Sachverhalte abgestimmt werden. Hier scheint noch punktuelle Aufklärung notwendig. „ESMA Konsultation: ETFs vor neuer Regulierung“ weiterlesen

Totgesagte leben länger: Fondsstandort Deutschland

Noch kein Jahr ist es her, da wurde das Bild der Zukunft für den Fondsstandort Deutschland auch deshalb düster gezeichnet, weil einschlägige regulatorische Auflagen eine effiziente, flexible und innovative Fondsproduktion verhinderten. Kaum einer hatte Zweifel daran ausgesprochen, dass der Luxus der „Vier Augen“ bei Verwahrung und Verwaltung von Sondervermögen nicht mehr lange zu halten ist. Neidisch blickten wir unseren Fonds hinterher, die sich eine Domizilierung in Luxemburg oder Irland suchten, wo sich Kontrollen durch die Depotbank auf ein Minimum beschränken und waren uns letztendlich einig darüber, dass sich eine Europäische Vereinheitlichung an diesen liberalen Auslegungen zu orientieren habe. „Totgesagte leben länger: Fondsstandort Deutschland“ weiterlesen

Administration zwischen Kosteneffizienz und Transparenz

Seit das Geschäftsmodell der Master KAG in Deutschland etabliert wurde, entbrennt in regelmäßigen Abständen die Diskussion über die Rollenverteilung bei administrativen Services zwischen Global Custodians und Master KAGen. Die große Mehrzahl der in den letzten beiden Jahren ausgeschriebenen Spezialfonds- und Direktmandate wurden an einen der global ausgerichteten Institute als Depotbank vergeben und dazu, ganz im Sinne der Forderung nach Transparenz und Vergleichbarkeit, die Master KAG und der geeignete Asset Manager ausgewählt.

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Spezialfonds als ausgelagertes Risikocontrolling: Segen und Fluch

Mit der Reform des Investmentrechtes schwappen immer mehr Anlagen über „Sonstige Sondervermögen“ in die Fertigungsstraßen der Administratoren. Unverbriefte Darlehensforderungen, Beteiligungen, Hedgefonds und Immobilien führen einerseits zu mehr Volumen und damit Erträgen. Auf der anderen Seite müssen Infrastruktur und Qualifikation ständig ausgebaut werden, damit die „Bänder“ mit gleicher Geschwindigkeit weiter drehen.

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