Register- und Transferstelle bei Spezialfonds (Deutschland/Luxemburg)

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Gast asked 1 Jahr ago

Ich berichte und frage aus Sicht einer Luxemburger Verwahrstelle, welche auch als Register- und Transferstelle aktiv ist. In Luxemburg muss, ähnlich wie in Deutschland, bei bestimmten Fondsarten (hier allg. mit Spezialfonds bezeichnet) sichergestellt werden, dass nur Anleger investieren, welche eine bestimmte Sachkundigkeit aufweisen. In Luxemburg werden diese Anleger als \“sachkundige Investoren\“ bzw. \“well-informed-Investors\“ bezeichnet. In Deutschland ist der Anlegerkreis analog, jedoch als professioneller bzw. semiprofessioneller Anleger, definiert. Inhaltlich sind die genannten Begrifflichkeiten (\“sachkundiger Investor\“ bzw. \“professioneller/semiprofessioneller Anleger\“) mit Investoren belegt, welche deckungsgleich sind hinsichtlich der Kenntnis bzw. Professionalität. Die einschlägigen Gesetze in Luxemburg besagen nur, dass in die Fonds (Spezialfonds) nur diese Investoren/Anleger investieren dürfen. Wer dies sicherstellt (verantwortliche Stelle), wird vertraglich geregelt, sofern eine Auslagerung der Register- und  Transferstellenfunktion von der KVG an Unternehmen XY (Register- und Transferstelle) stattgefunden hat.  Wie weisen Sie als verantwortliche Stelle nach bzw. stellen sicher, dass in dem Fonds nur der spezielle Investoren- bzw. Anlegerkreis investiert ist, wenn die Ausgabe der Anteile/Aktien, somit auch Antrag zur Zeichnung der Anteile/Aktien, über einen Zentralverwahrer (Plattform) stattgefunden hat? D.h., dass die Ausgabe der Anteile/Aktien des Fonds über eine Globalurkunde oder ein ähnliches System (je nach Land und Zentralverwahrer) stattgefunden hat. In diesem Fall (Globalurkunde) können Sie als verantwortliche Stelle den Investor/Anleger überhaupt nicht kennen.