Answer for Welche Überwachungsfunktion hat die Verwahrstelle hinsichtlich der 200% Marktrisikogrenze des §197 KAGB?

Die finale Formulierung im Verwahrstellenrundschreiben liegt nun vor. Demnach muss die Verwahrstelle, falls sie kein eigenes System nutzt, anhand der Ergebnisse des Systems der KVG in angemessener Tiefe und Frequenz das Marktrisikopotential auch nach dem qualifizierten Ansatz prüfen und muss dies mit geeigneten Nachweisen dokumentieren. Viele Experten sehen hier die bekannten Modell-1-Verfahren als angemessen an. Dies könnte tatsächlich ein sinnvoller Ansatz sein, wobei diese Art der Prüfungen nicht anhand eines bestimmten „Ergebnisses“ – egal aus welchem System – durchgeführt werden, sondern sich auf das Zustandekommen dieser Ergebnisse (i.S.v. Grenzauslastungen) beziehen. Prüfgegenstand sind hier interne Kontrollen bei der System-Administration sowie fachliche Konfiguration (Modellaufsatz) des Systems, oder besser der Systeme, der KVG. Zur Herausforderung werden die nach Modell 1 begleitend durchzuführenden Stichproben. Bereits die Berechnung von Basiswertäquivalenten im einfachen Ansatz führt zu hohem Aufwand – die Simulation von Änderungen des Marktrisikopotentials im Vergleich zu einem derivatefreien Portfolio ist manuell (in Excel) nicht mehr nachzuvollziehen.