Risikomanagement in KAGen – Konkretisierung durch InvMaRisk

Dieser Artikel weist auf einige spezielle Aspekte des InvMaRisk hin und versucht die im Vergleich zu den bestehenden Gesetzen und Verordnungen tatsächlich neuen Aspekte herauszustellen. Die Ausführungen beziehen sich auf den Stand der Konsultation von Anfang April 2010 und der Erwiderung des BAFIN.

Von Armin Jacobi (Averroes Concept Lounge GmbH) Dieser Artikel weist auf einige spezielle Aspekte des InvMaRisk hin und versucht die im Vergleich zu den bestehenden Gesetzen und Verordnungen tatsächlich neuen Aspekte herauszustellen. Die Ausführungen beziehen sich auf den Stand der Konsultation von Anfang April 2010 und der Erwiderung des BAFIN. Sollte in den nächsten Wochen eine verbindliche Version verabschiedet werden, so werden wir diese kommentieren, insbesondere dann, wenn sich Änderungen an den erwähnten Punkten ergeben.

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OTC: Aufwand für Collateral Mangement steigt

(Von Katarina Melvan, BNY Mellon Asset Servicing B.V. – Frankfurt Branch ): Seit kurzem sind die Details der EU-Vorschläge zur Gestaltung des OTC-Marktes in der Union bekannt (das Dokument steht hier zum download zur Verfügung: EU Vorschläge zu OTC). Sie nehmen im Wesentlichen die Punkte auf, die von den G20-Staaten bereits in Pittsburgh vertreten wurden. Zentrales Ziel aller internationalen Bemühungen ist eine verbesserte Transparenz und Kontrolle im außerbörslichen Derivatehandel. Um dies in Bezug auf das Kreditrisiko gewährleisten zu können, soll ein möglichst großer Teil der OTC-Geschäfte zukünftig über eine zentrale Gegenstelle (CCP‘s) abgewickelt werden.

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Pacta sunt servanda: Der Fondsvertrag!

(Von Armin Jacobi, Averroes Concept Lounge GmbH): Jeder Fonds besitzt einen Vertrag als Grundlage allen Wirkens des Auftragnehmers (KAG, Depotbank und ggf. Advisor). Dies ist eine Treuhandaufgabenbeschreibung im vorgegebenen gesetzlichen Rahmen (EU; D). An der Vertragsgestaltung sind viele Mitwirkende etwa Principal, Geschäftsführung, Kundenbetreuer, Portfoliomanager, Rechtsabteilungen, Compliance, Wirtschaftsprüfer, Aufsichtsämter und weitere, je nach Konstellation, beteiligt.

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Totgesagte leben länger: Fondsstandort Deutschland

Noch kein Jahr ist es her, da wurde das Bild der Zukunft für den Fondsstandort Deutschland auch deshalb düster gezeichnet, weil einschlägige regulatorische Auflagen eine effiziente, flexible und innovative Fondsproduktion verhinderten. Kaum einer hatte Zweifel daran ausgesprochen, dass der Luxus der „Vier Augen“ bei Verwahrung und Verwaltung von Sondervermögen nicht mehr lange zu halten ist. Neidisch blickten wir unseren Fonds hinterher, die sich eine Domizilierung in Luxemburg oder Irland suchten, wo sich Kontrollen durch die Depotbank auf ein Minimum beschränken und waren uns letztendlich einig darüber, dass sich eine Europäische Vereinheitlichung an diesen liberalen Auslegungen zu orientieren habe. „Totgesagte leben länger: Fondsstandort Deutschland“ weiterlesen

Abstimmung zwischen KAG und Depotbank bei der Prüfung der Anlagegrenzen

In den vergangenen, turbulenten Wochen wurde bezüglich der viel gescholtenen „Deutschen“ Rolle der Depotbank eines klar: Bei der Beurteilung und Bewertung komplexer Produkte in Sondervermögen schadet ein zweites Paar Augen nicht.

In den vergangenen, turbulenten Wochen wurde bezüglich der viel gescholtenen „Deutschen“ Rolle der Depotbank eines klar: Bei der Beurteilung und Bewertung komplexer Produkte in Sondervermögen schadet ein zweites Paar Augen nicht.
Die Argumente der Befürworter strenger Aufsichtsregeln fallen derzeit auf fruchtbaren Boden und die Vermarktung des „OGAW-Produktes“ nimmt bisher nicht gekannte Formen an: In Werbeanzeigen zu einem sehr erfolgreichen EONIA-Fonds wird explizit mit Ausstellergrenzen gem. §60 InvG geworben. So werden sich auch die Abteilungen der Depotbanken auf eine Rolle als Kontrollinstanz einstellen müssen, die sich am Nutzen für das Gesamtprodukt orientiert.

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Administration zwischen Kosteneffizienz und Transparenz

Seit das Geschäftsmodell der Master KAG in Deutschland etabliert wurde, entbrennt in regelmäßigen Abständen die Diskussion über die Rollenverteilung bei administrativen Services zwischen Global Custodians und Master KAGen. Die große Mehrzahl der in den letzten beiden Jahren ausgeschriebenen Spezialfonds- und Direktmandate wurden an einen der global ausgerichteten Institute als Depotbank vergeben und dazu, ganz im Sinne der Forderung nach Transparenz und Vergleichbarkeit, die Master KAG und der geeignete Asset Manager ausgewählt.

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WestLB versteht sich als Service Anbieter für Grenzprüfung

(von Dirk Hanenberg, WestLB): In zahlreichen Gremien und Arbeitskreisen wird derzeit intensiv über die Auslegung des § 27 Abs. 5 diskutiert und Empfehlungen zur Umsetzung in der Praxis erarbeitet. Solche Konsensfindungen sind umso schwerer je heterogener das Geschäftsfeld der einzelnen Depotbanken sowohl operativ als auch strategisch von den Vertretern gesehen wird. Insbesondere die Institute, die infrastrukturell momentan Defizite haben, um eine unabhängige Prüfung der Anlagegrenzen gewährleisten zu können, sehen sich in einer solchen Gemeinschaft gestärkt und setzen ihre Anforderungen in den Positionspapieren durch.

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Spezialfonds als ausgelagertes Risikocontrolling: Segen und Fluch

Mit der Reform des Investmentrechtes schwappen immer mehr Anlagen über „Sonstige Sondervermögen“ in die Fertigungsstraßen der Administratoren. Unverbriefte Darlehensforderungen, Beteiligungen, Hedgefonds und Immobilien führen einerseits zu mehr Volumen und damit Erträgen. Auf der anderen Seite müssen Infrastruktur und Qualifikation ständig ausgebaut werden, damit die „Bänder“ mit gleicher Geschwindigkeit weiter drehen.

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Produktivität in der Fondsbuchhaltung immer noch gering

Aktuelle Untersuchungen zu den Kosten der Fondsadministration in Deutschland legen den (die!) Finger gleich in mehrere Wunden. So sind z.B. in den letzten zwei Jahren die gebundenen Kapazitäten in der Fondsbuchhaltung trotz massiver IT-Investitionen um ca. 5% gestiegen. Offen bleibt hier allerdings, ob die Automatisierung ohne die Einführung neuer Systeme in diesem Bereich noch geringer ausfallen würde oder inwieweit die gerechneten Business Cases tatsächlich nicht aufgehen.

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Möglichkeiten zur technischen Strukturierung der Verlustverrechnungstöpfe

Die technische Abbildung der Anforderungen an die Verbuchung von Transaktionen und relevanten Kapitalmaßnahmen setzt eine tiefgreifende Analyse der jeweiligen Instrumente und Geschäftsvorfälle voraus. Aus diesem Gedanken heraus ist der Ansatz entstanden, den sogenannten Stückzinstopf, der den Saldo der erhaltenen und gezahlten Stückzinsen im Wertpapierdepot eines Kunden abbildet und der Ermittlung der Höhe der anzuführenden Kapitalertragsteuer dient, zu einem komplexen Verlustverrechnungstopf bzw. –Töpfen auszuweiten.

Die technische Abbildung der Anforderungen an die Verbuchung von Transaktionen und relevanten Kapitalmaßnahmen setzt eine tiefgreifende Analyse der jeweiligen Instrumente und Geschäftsvorfälle voraus. Aus diesem Gedanken heraus ist der Ansatz entstanden, den sogenannten Stückzinstopf, der den Saldo der erhaltenen und gezahlten Stückzinsen im Wertpapierdepot eines Kunden abbildet und der Ermittlung der Höhe der anzuführenden Kapitalertragsteuer dient, zu einem komplexen Verlustverrechnungstopf bzw. –Töpfen auszuweiten.

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